Neue Luzerner Zeitung,
Zentralschweizer Tageszeitung,
10. Dezember 2002
Das Leiden am Ungenügen der Justiz
Ein erfahrener und engagierter Jurist hinterfragt
die Justiz. Autor Peter Zihlmann war während Jahrzehnten als
Rechtsanwalt, Strafverteidiger und nebenamtlicher Richter tätig.
Aufgerüttelt durch Begegnungen mit Menschen am Rand der Gesellschaft
und durch fragwürdige Prozessergebnisse, beginnt er am Recht, an der
Legitimation des Staates, Menschen zu bestrafen, und am Sinn der
Strafe selbst zu zweifeln.
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Kirche heute 41-42 (5.10.2003)
Buchtipp: Macht Strafe Sinn?
jbh. Der Mann muss verrückt sein. In einer Zeit,
in der alles nach Terroristen fandet und nach drastischeren Strafen
ruft, setzt er auf Verständigung und Ausgleich, qualifiziert das
Strafrecht als in einer archaisch-religiösen Sühne- und
Vergeltungsvorstellung verankert. Und wenn es so geht, wie er
beschreibt, könnte es durchaus sein, dass er als «Verrückter»
ausgegrenzt würde.
Der aber so schreibt, war einst Rechtskonsulent in der
Privatwirtschaft, gut verdienender Anwalt und Notar, bevor er sich
als privater Ombudsmann sich für Menschlichkeit auf allen Ebenen des
Justizapparates einsetzt, und diesen nicht zu knapp kritisiert.
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Plädoyer 2/2003
Dieses Buch tut gut in einer Zeit, wo die lebenslange Verwahrung
immer leichtsinniger verhängt wird und das Strafen Hochkonjunktur
hat. Es geht an die Wurzel des Strafens: Macht Strafe wirklich Sinn?
Das Buch erstellt eine umfassende Mängelliste der Strafjustiz, zum
Beispiel: Richter, die sich nicht von Menschlichkeit, sondern
alleine von Dogmatik leiten lassen oder die einseitige Optik der
Strafverfolgung auf einzelne Verlierer, nicht aber die grossen
Verbrechen wie zum Beispiel das Contergandebakel. Die Lektüre lohnt
sich, auch wenn der Autor zu viel Pathos braucht und sich mitunter
an der eigenen Sprache berauscht.
Bewertung: Ein Denkanstoss für alle Juristen, die trotz alltäglicher
Praxis noch denken wollen.
(ds)
Baslerstab, 03. Januar 2003
Justiz sucht Waagschale
Die Fälle eines Basler Anwalts geben zu denken.
Und sie machen Angst.
Ein 16-jähriges Mädchen wird am Morgen des 29. Mai 1989 in Basel
verhaftet. Vier Beamte der Basler Kantonspolizei nehmen die
Schülerin aufgrund einer von der Basler Jugendanwaltschaft
ausgestellten «Wegnahmeverfügung» mit.
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ZStrR - Schweizerische Zeitschrift für
Strafrecht
Band 120 - 2002
Macht Strafe Sinn?
Der Ombudsmann, Rechtsanwalt, Strafverteidiger
und erklärte «Justizkritiker» (S. 21) Peter Zihlmann legt eine
Abhandlung vor, welche die Strafjustiz auf zwei Ebenen kritisch
beleuchtet. Zum einen geht es um die Art und Weise, in der
Strafjustiz praktiziert wird. Erörtert wird hier unter anderem das
nach Auffassung Zihlmanns zu staatsorientierte Agieren der
Justizjuristen, der Umgang mit den Verfahrensrechten des
Beschuldigten und der Verteidigung, wie beispielsweise mit dem
Beweisantragsrecht, die nicht vorurteilsfreie Beweiswürdigung durch
das Gericht, das Auseinanderfallen der geschriebenen und der
«wirklichen» Urteilsgründe. Besonders hervorzuheben sind die, dem
momentanen Zeitgeist nicht entsprechenden, aber gerade deshalb umso
verdienstvolleren Mahnungen, den Eigenwert der prozessualen Form
nicht aus den Augen zu verlieren.
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Basler Zeitung, 11. Juni 2002
Ex-Richter zweifelt an der Justiz
Umfassende Kritik an der Justiz, gestützt auf
seine Erfahrungen als baselstädtischer Anwalt und Richter, äussert
Peter Zihlmann in seinem Buch «Macht Strafe Sinn?». Er zieht
radikale Folgerungen.
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Hans A. Jenny, Sachbuchschriftsteller, Tecknau
Zihlmanns Schreibart ist fesselnd und voll
Engagement, sein Stil verständlich und klar. Die "Fallstudien" lesen
sich wie Kriminalberichte und der Autor versteht es glänzend - und
wie mir scheint immer noch besser - die Leserschaft in seinen Bann zu
ziehen.
Seine Ansichten leitet er stets - und das macht
ihn auch so glaubwürdig - von seinem Fachwissen und seinen
persönlichen Erfahrungen ab.
Die Lektüre animiert das eigene Mit- und
Nachdenken, das persönliche Mitfühlen.
netzpress, 6. Juni 2002
Zihlmanns neues Buch:
Macht Strafe Sinn?
Peter
Zihlmann, streitbarer Strafverteidiger, Netzpress-Kolumnist und
privater Ombudsmann in Basel, hat sein neues Buch vorgestellt.
"Macht Strafe Sinn?" Unter diesem Titel wirft Zihlmann Fragen auf,
die nur scheinbar wider jeden rechtsstaatlichen Verstand laufen.
Zihlmann zeichnet eine Vision, über die sich nachzudenken lohnt.
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TeleBasel: 7vor7, 5. Juni 2002
Beitrag: "Zihlmann gegen Strafe / Straflose Justiz"
20 Minuten 4. Juni 2002
Geschichten rund ums Recht
BASEL
- Der Basler Rechtsanwalt und Autor Peter Zihlmann hat ein neues
Buch mit dem Titel «Macht Strafe Sinn?» geschrieben. Es enthält
sieben Fragen und ein Dutzend wahre Fallgeschichten rund um Recht
und Gerechtigkeit. Die Vernissage mit einer Lesung von Roger Thiriet
findet heute um 18 Uhr in der Offenen Kirche Elisabethen statt.
Neue Zürcher Zeitung, 22. Februar 2003
Erfrischende Kritik an der Strafjustiz
dgy. «Macht Strafe Sinn?» Diese klassische Frage,
immer wieder neu gestellt und doch niemals endgültig beantwortet,
macht der Basler Jurist und Justizkritiker Peter Zihlmann zum Titel
seines neusten Buches. Wer Zihlmann kennt - eine schillernde Figur
der Basler Juristenszene, Anwalt und Strafverteidiger mit Erfolgen
vor Bundesgericht und Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte...
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Stefan Suter, Strafverteidiger
Der Jurist lernt Gesetze anzuwenden und diese zu interpretieren.
Das Hinterfragen des Strafrechts gehört weder zur Ausbildung noch
zur gewünschten Berufsausübung. Peter Zihlmann macht es trotzdem!
Mit grossem Erfolg!
Schweizerische Juristen-Zeitung SJZ,
Heft 19, 2003
Zihlmann: Macht Strafe Sinn?
Keine leichtverdauliche Kost setzt der Autor
seiner Leserschaft vor. Anhand der sieben Fragen «Wer soll
richten?», «Wer steht vor dem Richter?», «Welches Unrecht erscheint
nie vor dem Strafrichter?», «Ist das Gericht der Ort der
Gerechtigkeit?», «Ist das Gericht der Ort der Wahrheit?», «Gründe
oder Abgründe des Urteilens?», «Wie viel Strafe braucht der Mensch?
(Wie überwinden wir Unrecht?)» wird ein wenig schmeichelhaftes Bild
über die Justiz im Allgemeinen und die Richter im Besonderen
entworfen.
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